Notizen

Die Evolution des menschlichen Data Analysts

Seien wir ehrlich: Das Schreiben einfacher SQL-Abfragen und die Aktualisierung wöchentlicher Reporting-Dashboards ist kein zukunftsfähiger Karriereweg mehr. KI kann das schneller und meist ohne Syntaxfehler.

Kontext ist König

Was also ist der Wert des menschlichen Analysten? Kontext. Die KI kann Ihnen sagen, dass der CAC am Dienstag um 20% gestiegen ist. Aber nur ein menschlicher Analyst weiß, dass das Produktteam am Dienstag einen fehlerhaften Onboarding-Flow ausgerollt hat, das Marketingteam ein neues Creative-Konzept gestartet hat und ein Konkurrent einen Flash-Sale begonnen hat.

Der Mensch schließt die Lücke zwischen Rohdaten und Geschäftsrealität. Er validiert die Ergebnisse der KI. Er betrachtet die automatisierten Insights und wendet strategisches Urteilsvermögen an. Er stellt sicher, dass wir nicht unter Attributions-Inflation leiden.

Der Wandel zum Data Product Management

Die besten Analysten entwickeln sich in Rollen, die eher an Data Product Manager erinnern. Sie arbeiten nicht einfach nur Jira-Tickets ab und liefern Diagramme. Sie bauen interne Datenprodukte, definieren die genaue Taxonomie, wie Events getrackt werden, und stellen die Datenqualität im gesamten Stack sicher.

Kommunikationsfähigkeiten sind heute deutlich wertvoller als die Fähigkeit, einen komplexen 10-Tabellen-SQL-Join aus dem Gedächtnis zu schreiben. Man muss dem CFO erklären können, warum das Marketing Mix Model den Zahlen des Facebook-Dashboards widerspricht – und zwar so, dass Vertrauen aufgebaut wird.

Vom Query-Schreiber zum strategischen Partner

Analysten müssen sich strategischer positionieren. Sie müssen mit Marketing- und Produktleitern zusammensitzen und ihnen helfen zu definieren, was überhaupt gemessen werden soll, anstatt nur nachträglich die Zahlen zu liefern.